Hier stellen wir Euch etwas aus dem sportlichen Leben unseres Gaststarters, Timo Glock vor.

In nur vier Jahren stieg der heute 24jährige Timo Glock vom Kartsport zum Formel 1-Test- und Einsatzfahrer auf. Und gleich bei seinem ersten Grand Prix in Montreal 2004 fuhr er für das Jordan-Team zwei WM-Punkte ein. Eine weitere tolle Chance nutzte Timo Glock in der letzten Saison: Er startete für Rocketsports Racing von Team- und Serieninhaber Paul Gentilozzi in der Champ Car World Serie. Das ist die Formel 1 der USA mit weiteren Rennen in Kanada, Mexiko und Australien. Auf Anhieb holte sich Timo den Titel "Rookie of the Year".
In der Saison 2006 geht Timo nun in der GP2 Series im Rahmenprogramm der Formel 1-Rennen für das spanische Team BCN Competicion ins Rennen. "Da kann ich mich mit Sicherheit fahrerisch weiterentwickeln", sagt der sympathische Odenwälder. "Außerdem bin ich wieder näher an der Formel 1, die nach wie vor mein großes Ziel ist." Eben dieses Potential und die Zielstrebigkeit erwartet Timo auch von den Kandidaten der Speed Academy in dieser Saison. "Die Nachwuchsförderung der Deutschen Post hat mir als Jury-Mitglied in den vergangenen zwei Jahren viel gegeben, da freue ich mich neben der GP2 wieder auf viele schöne Stunden mit den jungen Kollegen." Klare Sache: Timo Glock ist einer der Sympathieträger der Speed Academy.
Internationale GP2 Series

In der Saison 2006 geht Timo in der internationalen GP2 Series an den Start. Die GP2-Rennen werden im Rahmenprogramm der Formel 1 ausgetragen. Timo begann die Saison beim spanischen Team BCN Competicion. Allerdings lief es dort nicht immer so rund, wie sich das alle Beteiligten gewünscht hatten. Vor dem GP2-Rennen in Silverstone bekam Timo dann die Chance als Fahrer zum englischen Top-Team iSport International zu wechseln. Da zögerte er nicht einen Moment. "iSport war die ganze Zeit mein Wunschteam", bekennt Timo. Dass es genau die richtige Entscheidung war, konnte er in Silverstone bei seinem ersten Rennen gleich mal mit Platz 2 beweisen. Und so verwundert es nicht, dass der 24-Jährige beim nächsten Rennen in Magny Cours dann prompt seinen ersten Saisonsieg in der internationalen GP2-Meisterschaft einfährt. "Mit iSport war ich direkt vorne dabei", erzählt der Odenwälder. "Egal ob freies Training, Qualifying oder Rennen - alles läuft sehr gut." Seine Pechsträhne der vorangegangenen Rennen dieser Saison scheint damit endgültig vergessen, endlich kann Timo sich wieder mit fahrerischen Leistungen hervorheben.
Champ Car World Series
2005 wartet in den USA wieder sportliches Neuland auf das Jury-Mitglied der Speed Academy. Als erster Deutscher startet Timo Glock für eine komplette Saison in der Champ Car World Series für Rocketsports Racing von Team- und Serieninhaber Paul Gentilozzi. Die Champ Car sind das amerikanische Pendant zur Formel 1 mit weiteren Rennen in Kanada, Mexiko und Australien. Der Odenwälder gewinnt auch jenseits des großen Teichs schnell Sympathien und erarbeitet sich Respekt mit Fahren und Fighten. Timo Glock begeistert mit spektakulären Rennauftritten und holt sich den Titel "Rookie of the Year" in der Champ Car World Series 2005.
Formel 1
2004 wird kurz vor dem Formel 1 Saisonstart ein Mann, der in der Königsklasse des Rennsports als Talentscout berühmt ist, auf den jungen deutschen Formel-Piloten Timo Glock aufmerksam. Eddie Jordan holt Timo Glock in die Formel 1. Der Job des Formel 1-Neueinsteigers: Als Testfahrer und Freitagsfahrer soll Timo mit präzisen Auskünften und Analysen die Jordan-Boliden technisch nach vorne bringen. Eine neue Situation für den renngewohnten Deutschen, die er aber zur vollsten Zufriedenheit seines Teams meistert. Im Juni 2004 kommt Timo Glock überraschend zu seinem ersten Formel 1 Renneinsatz beim Grand Prix von Kanada in Montreal. Platz sieben und zwei WM-Punkte bringen ihn endgültig in den Mittelpunkt des Medieninteresses und qualifizieren ihn für weitere Formel 1 Rennen.
Formel 3
In der härtesten Formel-Nachwuchsschule der Welt meldet sich in der Saison 2002 der neue Musterschüler Timo Glock zu Wort. Extremer Wettbewerb und ein anspruchsvolles Sportgerät - für Timo sind die Bedingungen in der Formel 3 wie gemacht. Sieben Mal fährt er als Meisterschafts-Dritter in seiner ersten Saison auf das Podium. Das Jury-Mitglied der Deutsche Post Speed Academy schnappt sich in der Formel 3 auf Anhieb den Titel "Rookie of the Year 2002". In der nächsten Saison läuft nicht alles optimal in der Formel 3 Euro Serie. Doch immer wieder beweist Timo Glock mit spektakulären Rennen sein herausragendes Können und eiserne Nerven. Sechs Mal schafft er es 2004 auf das Treppchen. Seine Spezialität: Schwierige Streckenbedingungen. Was ihm 2003 in der Formel 3 Euro Serie den respektvollen Titel "Rainman of the Year" einbringt.
Formel BMW ADAC
Die BMW ADAC Formelserien stehen für Action, Dramatik und packenden Nachwuchs-Motorsport. Ein Fahrer dominiert die Serien in den Jahren 2000 und 2001: Timo Glock, Rennsport-Neuling aus dem Odenwald. Im Jahr 2000 startet der gerade 18jährige Timo Glock im BMW-ADAC Formel Junior Cup 2000, ein Jahr später fährt er in der BMW-ADAC Formel-Meisterschaft 2001. 11 Rennsiege im ersten Jahr. Acht Siege in der zweiten Saison. Das heutige Speed Academy Jury-Mitglied wusste schon damals genau, was er wollte: Erfolg. Und den hatte er. Glock gewinnt auf Anhieb zwei Mal den Titel: Meister im BMW-ADAC Formel Junior Cup 2000 und Meister der BMW-ADAC Formel-Meisterschaft 2001. Ein furioser Start in den Motorsport.
Timo Glock Fanclub
Seit Anfang 2003 gibt es den "1. offiziellen Timo-Glock-Fanclub", der von Bekannten des Rennfahrers in seinem Heimatort Wersau im Odenwald gegründet wurde. Die mittlerweile knapp 140 Mitglieder treffen sich nicht nur regelmäßig im Wersauer "Gickelswirt", sondern betreiben auch die Homepage
http://www.glock-fanclub.de. Unterstützt werden sie von Timos Vater Karl Glock. Wenn Timos Terminkalender es zulässt, kommt er schon mal persönlich zu einem der Clubtreffen. Im Angebot des Fanclubs sind T-Shirts, Hemden, Sweatshirts, Autogrammkarten, Aufnäher und Aufkleber, signierte Caps oder von Timo unterschriebene Modellautos.
Team iSport Internal
Timos neues Team iSport International hat seinen Firmensitz im britischen Norwich. Zu dem dynamischen Team gehören erfahrene Profis aus dem Rennsport und der Industrie. Teamchef ist Paul Jackson, früher selbst Rennfahrer, und seit 25 Jahren in der Motorsportszene vertreten. Bekannt wurde Jackson durch die Förderung des F3000 Champions Bruno Junqueira im Jahr 2000, der zu einem neuen Zustrom an Investoren und Sponsoren in dieser Rennserie führte, aus der die GP2 hervorging. Weitere Teammitglieder sind Charles Cooley (Logistik), die Renningenieure Gavin Jones und Richard Selwin, sowie Pat Precious (Finanzen). Als Berater stehen Geoff Morris und Jonathan Williams dem Team zur Seite. Vervollständigt wird das Team iSport International durch Chefmechaniker Neville Baker, die Mechaniker Chris Hart, Mark Lincoln, Stuart Brown, Dragi Majzovski, Alex Cooley, sowie die Transportspezialisten Dave O'Donnell und Dave Garrett. Das britische Team iSport International geht 2006 in der internationalen GP2 Series, die im Rahmenprogramm der F1 ausgetragen wird, mit zwei Autos an den Start. Als Fahrer wurden der Venezuelaner Ernesto Viso mit der Startnummer 7 verpflichtet und seit dem Rennen in Silverstone Speed Academy-Jury-Mitglied Timo Glock (Startnummer 8), der vom spanischen BCN-Rennstall wechselte. Gleich bei seinem ersten iSport-Einsatz fuhr Timo mit Platz 2 aufs Siegertreppchen. Nach Silverstone folgten erfolgreiche Testfahrten im südfranzösischen Le Castellet. Danach war klar, dass der 24jährige auch den Rest des Jahres bei iSport fahren wird. In Magny Cours sah das Jury-Mitglied der Nachwuchsförderung der Deutsche Post am Rennende als erster die karierte Flagge und fuhr damit seinen ersten Saisonsieg in der GP2-Meisterschaft ein.
iSport GP2 Auto

Der Arbeitsplatz von Timo Glock ist dem Cockpit eines Formel-1-Boliden in vielem ähnlich. Nur 100 PS Leistung liegen zwischen den beiden Klassen. In Timo Glocks Rücken arbeitet ein Renault V8-Motor. Die satten 600 PS, die das Vier-Liter-Aggregat produziert, bringen vier Bridgestone-Slicks auf die Straße. In nur 6,7 Sekunden bewegen sie das 585 kg leichte Dallara-Chassis von 0 auf 200 km/h. Geschaltet wird über Pedale am elektronischen Lenkrad des Monoposto. So leicht das Schalten fällt, desto mehr Kraft verlangt das Steuern. Denn weder Servolenkung, noch Traktionskontrolle helfen bei der Zähmung des Boliden.
GP2 erster Sieg
(19.07.2006) Es ist vollbracht: Ich habe mein erstes GP2-Rennen gewonnen! Natürlich fragten mich viele nach dem Sieg in Magny Cours, ob das eine große Erleichterung für mich gewesen sei. Und natürlich antwortete ich mit ja, allerdings war die größere Erleichterung für mich das Rennen in Silverstone, wo ich beweisen konnte, dass die Durststrecke der ersten Saisonhälfte nicht an mir lag und ich das Zeug dazu besitze ganz vorne mitzufahren.
Das Wochenende verlief genau so, wie ich es mir nach dem erfolgreichen Test in Le Castellet erhofft hatte. Wir sind schon mit einer gewissen Erwartung nach Magny Cours gefahren und gingen davon aus, dass wir um einen Podestplatz und den Sieg kämpfen können. Genau das konnten wir in Frankreich umsetzen. Das Team hat super gearbeitet, der Boxenstopp lief ohne Probleme und wir hatten auch das nötige Quäntchen Glück mit José Maria Lopez, dessen Stopp nicht so gut klappte. Ansonsten wäre es etwas schwieriger geworden, aber in der zweiten Rennhälfte waren wir allen anderen überlegen und hätten ihn wohl auch so geholt. Nach zwei Rennwochenenden und einem Test bin ich im Team voll integriert - das war ich sogar schon beim ersten Rennen in Silverstone der Fall.
Voller Hoffnung nach Hockenheim

Beim zweiten Rennen am Sonntag habe ich das Podium mit Platz 4 knapp verpasst, aber ein bisschen habe ich mir das auch selbst zuzuschreiben. Ich hatte mir schon in Runde 4 einen Bremsplatten eingefahren und bin dann auf Nummer sicher gegangen. Deshalb brauchte ich ein, zwei Runden zu lange, um an Lucas di Grassi vorbeizugehen. Dadurch konnte Alex Premat aufschließen und mich letztlich überholen. Ich versuchte noch ein paar Mal zu kontern, aber dazu fehlte mir die Traktion, die bei ART an diesem Wochenende immer noch besser war. Jetzt geht es zu meinem zweiten Heimrennen in dieser Saison nach Hockenheim - bei einem Rennen im eigenen Land ist es immer ein bisschen schwieriger, denn es lastet mehr Druck auf einem. Allerdings sollten wir erneut gute Chancen haben unsere Ziele zu erreichen. Die Strecke sollte unserem Auto liegen, aber wir müssen auch bedenken, dass ART im letzten Jahr in Hockenheim dominiert hat - sie sind aber garantiert nicht unschlagbar. Das Ziel ist also erneut ein Podestplatz und wenn wir nach dem Qualifying eine ähnlich gute Ausgangsposition wie in Magny Cours haben, können wir auch gewinnen. Die letzten beiden Rennwochenenden geben jedenfalls Anlass zur Hoffnung, schließlich habe ich darin mehr Punkte geholt, als in der gesamten ersten Saisonhälfte zusammen.
Erster Saisonsieg

(15.07.2006) Timo Glock landete am Sonnabend in Magny-Cours seinen ersten Saisonsieg in der Internationalen GP2-Meisterschaft. Der 24-jährige Odenwälder gewann nach 41 Runden mit 5,9 Sekunden Vorsprung auf Alexandre Premat vom ART-Team.
Beim Start fiel Glock hinter den früheren Formel 1-Piloten Giorgio Pantano auf die dritte Stelle zurück. "Hinter dem bin ich vier Runden lang hinterher gefahren. Ich sah zwar, dass ich schneller war als er. Aber ich wollte auf meine Hinterreifen aufpassen und ihn deswegen eigentlich nicht attackieren", sagt Glock. "Doch nach ein paar Runden habe ich bemerkt, dass José-Maria Lopez an der Spitze langsam, aber sicher wegfährt. Da musste ich attackieren, um nicht schon in der ersten Phase des Rennens hinter Pantano entscheidenden Boden zu verlieren. Also machte ich drei Runden lang ernst - und damit arbeitete ich mich
an Pantano vorbei." Auf dem zweiten Platz fahrend, hielt Timo den argentinischen Spitzenreiter im Auge. Er steuerte seine Box eine Runde später an als Lopez. Bei dessen Pflicht-Stopp kriegten die Mechaniker zudem das linke Hinterrad nicht gleich gewechselt. Also zog Glock mit einer schnellen freien Runde und einem flotteren Service an der Box am Argentinier vorbei. Die Führung hatte er damit allerdings noch nicht inne. Denn Lucas di Grassi fuhr einen extrem langen ersten Törn und übernahm die Spitze. "Auf den bin ich dann aufgelaufen, sodass Premat mir von hinten auf den Pelz rückte. Eigentlich wollte ich di Grassi nicht attackieren, sondern warten, bis der in die Box abbiegt. Aber irgendwann ist es mir dann zu bunt geworden, und ich bin auch an ihm vorbei gegangen - um Premat erst gar nicht die Chance zu bieten, noch wirklich an mich rankommen zu können." Einmal in Führung, kontrollierte Glock das Rennen von den Außenspiegeln aus und landete einen ungefährdeten Sieg - seinen ersten seit der Saison 2003. "Ein geiles Gefühl. Es hat Spaß gemacht, bei der Siegerehrung mal wieder ganz oben zu stehen", strahlte er. "Der Druck ist schon in Silverstone von meinen Schultern gefallen, deswegen verspüre ich jetzt keine besondere Erleichterung - sondern nur eine tiefe Bestätigung, dass wir gut gearbeitet haben". Der Sieg vom Samstag bringt Glock fürs Sonntagsrennen den achten Startplatz. "Wenn ich merke, dass ich sonntags auch attackieren kann, dann werde ich voll angreifen und wieder auf Sieg fahren", gibt er die Marschroute aus. "Wenn ich aber feststelle, dass es nur zum Mitfahren reicht, dann fahre ich auf Nummer sicher und auf möglichst viele Punkte. Das merke ich schon in den ersten Runden - und werde dann mein Rennen entsprechend in Angriff nehmen."
tolimit motorsport

Beim Team tolimit motorsport dreht sich seit dem Teamstart vieles um die pfeilschnellen Carreras. Schließlich ist tolimit heute eines der erfahrensten und erfolgreichsten Teams im Porsche Carrera Cup und im Porsche Michelin Supercup. Darüber hinaus sind tolimit Piloten aber auch weltweit in zahlreichen weiteren Top-Rennserien erfolgreich unterwegs. Hierzu gehört z.B. auch der bekannte Rennfahrer Timo Glock.
Und: tolimit ist ein Motorsport-Team, das anders ist als andere - natürlich, sympathisch, offen. Für viele Freunde und viele Gäste. Bei den Rennen, aber auch sonst.
Übersicht:
2005: Rookie of the Year in der Champ Car World Serie
2004: Erste WM-Punkte in der Formel 1
2002: Platz 3 und Rookie Of The Year Int. Deutsche Formel 3 Meisterschaft
2001: Meister BMW-ADAC Formel-Meisterschaft
2000: Meister BMW-ADAC Formel Junior Cup